Novalja hat sich an der Stelle der antiken Siedlung Novalia entwickelt,
die als südlicher Hafen der römischen Siedlung Cissa (heute Caska)
diente. Aus der Römerzeit sind Teile der Wasserleitung, mehrere Inschriften
und ein architektonisches Bruchstück erhalten.
In der frühchristlichen Epoche stand in der Mitte der Siedlung
die große basilica urbana mit halbkreisförmiger Apsis und Mosaiken
(Reste von Architektur, Skulptur, Inschriften). 1971 wurde hier zwei verzierte
Reliquiare gefunden: ein bronzenes aus dem 4. Jh. und ein etwas jüngeres
aus Silber. In der Gotik wurde an derselben Stelle die Marienkirche errichtet,
die zur Zeit des Barocks umgebaut wurde und in der das Gemälde Jungfrau
Maria mit Kind aus dem 16. Jh. bewahrt wird. Die jetzige Pfarrkirche St.
Katharina wurde 1906 gebaut.
Das Pager Dreieck
Im Hinterland von Novalja wurde im Jahre 1999 ein interessantes Phänomen
entdeckt - ein Abdruck in der Karstlandschaft in Form eines Dreiecks mit
den Maßen von 32x32x22 m.
Es ist noch nicht geklärt, wie das Dreieck entstanden ist, daher
zieht dieses Phänomen die Aufmerksamkeit zahlreicher Touristen, Wissensdurstiger
und Journalisten auf sich.
Unter den Leuten wurde die Theorie entwickelt, dass der Abdruck die Folge
einer UFO-Landung sein könnte, weshalb er zusätzlich an Beliebtheit
gewonnen hat.
Während der Sommermonate werden Ausflüge unter fachkundiger Führung
organisiert. Eine Ausstellung, welche dem Dreieck gewidmet ist, wurde eröffnet.
Die Eröffnung eines UFO-Museums ist geplant.
Entdeckung
Herr Drazen Peranic aus Stara Novalja, der stellvertretende Verwalter
der Region Licko-senjska wies Ende März 2004 darauf hin, daß
an der östlichen Küste der Insel Pag eine unberaubte Fundstätte
mit Amphoren vorhanden ist.
Diese fast sensationelle Nachricht wurde bald von einer archäologischer
Fachvisite Im Auftrag der damaligen Abteilung für Schutz des archäologischen
Unterseenerbe des Kultusministeriums (heute Abteilung für Unterseearchäologie
des Kroatischen Restaurationsinstituts) bestätigt. Durch die Visite
wurde festgestellt, daß sich cca. 50 m von der Küste, am nördlichen
Kap der Bucht Vlaska mala, ungefähr eine Meile von der Trajektlandungsstelle
in Zigljen entfernt, in der Tiefe zwischen 24 und 29 Meter gut erhaltene
Reste von gesunkenen römischen Handelsschiffen aus dem I. Jh. vor Christi
befinden.
Die reiche antike Geschichte der Gegend von Novalja setzt auch ein
dynamisches Bild der damaligen Seeschiffahrt voraus, die auf dem Meeresgrund
klare Spuren hinterlassen hat. Es ist jedoch, wie das bei dem Kulturerbe
am Land der Fall ist, dass Unterseeerbe der Insel Pag auch wenig bekannt
und geforscht ist.
Die Unterseefunde aus der Antike umfassten bis neulich lediglich die
in flachen Meer des heutigen Caska durch Zufall gefundene Gegenstände.
Durch weniger umfangreiche archäologische Forschungen wurde die Bedeutung
der Unterseewelt bestätigt, die –wie auch die ganze Bucht – wahrscheinlich
noch vielen Überraschungen versteckt hält, da man über die untergangenen
Schiffe sehr wenig wußte. Darum stellte der Fund des vollausgestatteten,
im Velebitski Kanal untergangenen römischen Schiffes, eine angenehme
überraschung dar.